A

Abrieb:

Sind Kontaktflächen nicht ausreichend geschmiert, werden die Oberflächen dieser Kontaktflächen permanent abgerieben. Je nach Belastung der Kontaktflächen kann der Materialschwund eher langsam oder schnell verlaufen. Eine geeignete Schmierung kann Abrieb verhindern oder zumindest verlangsamen.

Abdichtung:

Schmierfette schützen Schmierstellen durch ihre abdichtende Wirkung vor äußeren Einflüssen, wie Verschmutzung, Spritzwasser und Feuchtigkeit.

Absorptionsmittel

Nach Verschmutzungen oder Auslaufen von Chemikalien und Ölprodukten muss schnell gehandelt werden, um weitreichende Umweltschäden zu vermeiden. Absorptionsmittelhelfen bei der effektiven Sicherstellung von ausgelaufenen Flüssigkeiten aller Art. Aufgrund ihrer großen Oberfläche können diese porösen Materialien fremde Stoffe durch molekulare Bindungskräfte an sich anlagern. Eine weitere Verbreitung der ausgelaufenen Stoffe wird somit verhindert.

AdBlue:

AdBlue ist ein Entstickungsmittel aus hochreiner Harnstofflösung, welches mit Hilfe eines Katalysators umweltschädliche Stickoxide in Abgasen von Nutzfahrzeugen vermindert. Dies macht AdBlue zu einer unverzichtbaren Komponente für Nutzfahrzeugbetreiber und Hersteller, gerade auch im Hinblick auf internationale Abgasregulierungsmaßnahmen. AdBlue darf nicht in den eigentlichen Kraftstofftank eingefüllt werden, sondern in einem am Fahrzeug integrierten Zusatztank.

Additive:

Eigenschaften von Heizöl und Dieselkraftstoffen können durch Additive deutlich verbessert werden. Additive sind bestimmte Zusätze, welche je nach Bedarf, bestimmte Wirkungen erzielen. Additive dienen beispielsweise der Minimierung von Ablagerungen und Bakterienbildung, der Verbrennungsverbesserung, der Optimierung der thermischen Stabilität, oder fungieren als Korrosions- und Frostschutz.

Alterungsschutz

Durch physikalische und chemische Belastungen kann Öl im Laufe der Zeit seine Eigenschaften verändern und altern. Additive können neben anderen gewünschten Eigenschaften auch als Alterungsschutz für Öle fungieren. Nach Ablauf einer größeren Zeitspanne verbrauchen sich diese Zusatzstoffe ebenfalls. In diesem Fall muss ein Austausch des Öls vorgenommen werden.

Altöl

Mit der Zeit verändern Öle und Fette ihre Eigenschaften und können bei unsachgemäßer Entsorgung schwere Umweltschäden hervorrufen. Nachdem Öle nicht mehr für ihren ursprünglichen Einsatz wie der Schmierung und Kühlung nutzbar sind, wird eine professionelle Altölentsorgung wichtig.

Aschegehalt

Bei der Verbrennung von Schmierstoffen bleiben Feststoffbestandteile (Asche) als Rückstand übrig. Die Menge dieses Rückstandes bezeichnet man als Aschegehalt. Er wird oftmals in Massenprozent angegeben und kann Hinweise darüber enthalten, welche Additive zum entsprechenden Schmierstoff hinzugefügt wurden.

atmosphärische Destillation

Die atmosphärische Destillation ist ein Standardverfahren der chemischen Industrie zur Trennung von Flüssigkeitsgemischen. Sie nutzt das Phasengleichgewicht der Komponenten zwischen der Dampf- und flüssigen Phase. Die Auftrennung erfolgt gemäß der Siedepunkte der Komponenten, welche durch die chemische Struktur (molekulare Wechselwirkung) und Molekülgröße bedingt ist. Das Flüssigkeitsgemisch wird so erwärmt, dass sich die leicht siedenden Komponenten in der Dampfphase und die Schwersieder in der Flüssigphase anreichern.

B

Bakterienbefall:

Sowohl in Schmierölen, als auch in Heizöl und Dieselkraftstoffen können Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze entstehen. Der Befall von Mikroorganismen entsteht durch Wasser, das meist in Form von Kondenswasser im Brennstoff oder im Tank auftaucht. Je nach Außenbedingungen, wie beispielsweise der Wärme und Lichtzufuhr, können sich die Bakterien im Brennstoff vermehren. Folgen daraus sind u.a. Verstopfungen und Korrosionen. Der Bildung und Vermehrung von Bakterien in Ölen und Kraftstoffen kann durch Verwendung von speziell entwickelten Additiven entgegengewirkt werden.

Basenzahl:

Öle müssen über eine alkalische Reserve verfügen, um Säurekorrosionen an Maschinen- und Motorteilen zu verhindern. Die Basenzahl eines Motorenöls bezeichnet das Maß dieser alkalischen Reserve, also die Fähigkeit des Öls der Säurekorrosion entgegen zu wirken. Geht die Basenzahl drastisch zurück muss ein Ölwechsel durchgeführt werden.

Basisöle:

Basis- oder Grundöle sind die Basisflüssigkeiten, welche hauptsächlich zur Herstellung von Schmierstoffen verwendet werden. Sie verleihen dem fertigen Schmieröl seine fundamentalen Eigenschaften. Basisöle können Mineralöle, synthetische Ester, pflanzliche Öle, Polyalphaolefine und Hydrocracköle sein. Mineralöle werden bevorzugt verwendet, da sie sich u.a. durch eine gute biologische Abbaubarkeit und ihre kostengünstige Herstellung auszeichnen.

Bettbahnöle:

Bettbahnen stellen einen Bereich in der Produktion dar. Arbeitstische für optimale Produktionsergebnisse müssen sich gleichmäßig und exakt bewegen. Die Besonderheit der Bettbahn liegt darin, dass die Reibebewegung linear zwischen zwei plan aufliegenden Ebenen vorliegt. Das Bettbahnöl stellt sicher, dass diese vorgesehenen, ruckartigen Bewegungen exakt durchgeführt werden. Hierbei muss insbesondere das sogenannte Stick-Slip- Phänomen (ein Ruckgleiten unter Elastizität) durch das Bettbahnöl bei der Bewegung der Arbeitstische vermieden werden.

Bremsenreiniger:

Bremsenreiniger sind Reinigungsmittel, welche zur Reinigung und Einfettung von Maschinen- und Bremsteilen eingesetzt werden. Dabei sollten Ablagerungen wie Fette, Teer, Öle, Harze und ähnliche Verschmutzungen gelöst werden. Nach der Anwendung sollte der Bremsenreiniger rückstandsfrei verdunsten. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass das verwendete Reinigungsmittel Materialien wie Kunststoffe, Gummi und Lacke nicht angreift.

C

Cetanzahl:

Die Cetanzahl ist ein Maß für die Zündwilligkeit von Dieselkraftstoff. Je höher die Cetanzahl ist, desto leichter kann sich der Dieselkraftstoff entzünden. Dies führt im Folgeschluss zu einer leiseren Verbrennung. Die Cetanzahl von Kraftstoffen kann durch spezielle Additive erhöht werden.

Chemische Stabilität:

Chemische Stabilität beschreibt die Stabilität von chemischen Verbindungen. Chemische Zusammensetzungen, die sehr lange unverändert bleiben können, werden als chemisch stabil bezeichnet. Additive und Flüssigkeiten, die ihre Eigenschaften über einen langen Zeitraum beibehalten, gelten demzufolge auch als chemisch stabil.

D

Detergentien (Detergents):

Bei der Verbrennung in Motoren entstehen Rückstände wie Ruß, saure Verbindungen, Wasser oder Kraftstoffreste. Diese Rückstände können sich in Teilen des Motors ablagern und führen zu erheblichen Schäden. Detergentien fungieren als Reinigungsmittel, die die sauren Verbindungen neutralisieren und Ablagerungen von Rückständen verhindern.

Dichte:

Öle können unterschiedliche Dichtegrade aufweisen. Je höher die Viskosität desto höher ist auch die Dichte. Andersherum sinkt der Dichtegrad mit steigender Güte des Raffinationsgrades. So haben paraffinische Öle beispielsweise eine geringere Dichte als naphtenbasische Öle. Die Dichte eines Öls kann als Quotient aus der Masse und Volumen bei einer spezifischen Temperatur berechnet werden. Deshalb ist es erforderlich bei der Angabe von Dichtewerten auch eine Temperatur anzugeben, auf den sich der Wert bezieht.

Dispersanten (Dispersants):

Ähnlich wie Detergentien sollen Dispersanten Ablagerungen an Motorteilen verhindern. Dies geschieht, indem entstandene feste und flüssige Verschmutzungen umhüllt werden und im Öl in der Schwebe gehalten werden.

E

Elektroerosion:

Die Elektroerosion ist ein spanloses Bearbeitungsverfahren für Hartmetalle mithilfe elektrischen Stroms. Bei der Elektroerosion werden das Werkstück und das zu bearbeitende Werkzeug in eine dielektrische Flüssigkeit gegeben und einander angenähert. Durch Spannungsimpulse werden Durchschlagsfunken erzeugt, welche dann zum gewünschten Materialabtrag führen. Durch die Nutzung des Verfahrens können komplexe Formen präzise erzeugt werden. Da alle elektrisch leitenden Wirkstoffe bearbeitet werden können, bietet die Elektroerosion vielfältige Bearbeitungsmöglichkeiten.

Entparaffinierung:

Heizöl enthält Paraffine, welche bei kalten Temperaturen kristallisieren. Dies kann zu Verstopfungen in Filtern und Leitungen führen. Damit Öle auch bei kalten Temperaturen ihr Fließvermögen erhalten, müssen sie entparaffiniert werden. Um die Paraffine aus dem Öl zu lösen wird ein spezielles Lösemittel beigefügt. Das Gemisch wird dann abgekühlt, sodass sich Paraffinkristalle bilden, die dann durch verschiedene Verfahren herausgefiltert werden. Das gewonnene Paraffin kann vielfältig weitergenutzt werden. Häufig wird es als Brennstoff, für die Versiegelung oder zur Konservierung eingesetzt.

Erdölverarbeitung:

Erdöl bzw. Rohöl wird durch chemisch-technische Verfahren aufbereitet und zu weiterverwertbaren Produkten verarbeitet. Die Verarbeitung des Rohöls erfolgt in Raffinerien.

Esteröle:

Esteröle gehören zu den synthetischen Ölen. Sie bestehen aus organischen Verbindungen von Alkohol und Säuren und werden unter Abspaltung von Wasser hergestellt. Durch ihre chemische Zusammensetzung können Esteröle Wasser leicht aufnehmen und sich dabei zersetzen. Bei Feuchtigkeitseinflüssen zerfällt ein Teil des Öles wieder in die Grundbestandteile. Des Weiteren zeichnen sich Esteröle durch ihre thermische Beständigkeit, ein gutes Kältefließverhalten und eine geringe Verdampfungsneigung aus.

F

Fettlöser:

Fettlöser sind eine Reihe von organisch-chemischen Lösungsmitteln, welche Fette und Öle gut lösen. Sie haben die unterschiedlichsten Einsatzgebiete. So sind spezialisierte Fettlösungsmittel für Maschinen, Arbeitsflächen, Großküchen, Backöfen und für Oberflächen aller Art relevant. Fettlöser sollten hartnäckige Fettverschmutzungen wie Eingebranntes, Ruß oder Motorenöle beseitigen können, dabei aber schonend zu Aluminium, Kunststoffen und weiteren Oberflächen sein.

Fließfähigkeit:

Die Fließfähigkeit eines Öls stellt eine der wichtigsten physikalischen Eigenschaften von Schmierstoffen dar. Sie kann sich bei unterschiedlichen Temperaturen verändern. So wird Öl bei niedrigen Temperaturen für gewöhnlich dicker, bei heißen Temperaturen dünner. Das Maß für die Fließfähigkeit ist die Viskosität. Eine gute Fließfähigkeit ist sowohl bei Heizölanlagen, als auch bei Motoren jeglicher Art von großer Bedeutung. Wenn die Fließfähigkeit bei Kälte nicht aufrechterhalten werden kann, können enorme Schäden am Motor oder in der Heizanlage entstehen. Um die Fließfähigkeit eines Schmierstoffs zu gewährleisten werden sie mit unterschiedlichen Additiven ausgestattet. (Siehe Viskosität)

Flammpunkt:

DerFlammpunkt ist ein Maß für die Feuergefährlichkeit eines Stoffes. Er bezeichnet die niedrigste Temperatur, bei der sich Dämpfe von erhitzten Stoffen, wie beispielsweise Öl, entzünden. Bei Motoröl liegt der Flammpunkt bei ca. 180° Celsius, bei Diesel bei 55-70°. Der Flammpunkt eines Öls liegt umso höher, je viskoser das Öl ist.

Flüssigkeitsreibung:

Die Flüssigkeitsreibung ist der gewünschte Zustand an Schmierstellen, wie etwa in Führungen und Lagern. Wenn zwischen zwei Reibungspartnern ein permanenter Schmierfilm gebildet wird, werden die sonst aufeinander reibenden Oberflächen voneinander getrennt. Verschleiß sollte in diesem Fall nicht mehr auftreten.

Fressen:

Werdenzwei Reibungspartner nicht ausreichend geschmiert, können sich ihre Oberflächen oftmals miteinander verschweißen und werden gewaltsam wieder losgerissen. Durch mangelhafte Schmierung können so erhebliche Schäden an den Materialien auftreten.

Formöle:

Formöle werden bei Umform- und Feinschneidearbeiten in der Industrie verwendet. Die Einsatzbereiche von Formölen sind vielfältig. Sie finden beispielsweise Anwendung in den Bereichen Kaltverformung, Halbwarmverformung oder des Feinschneiden von Materialien jeglicher Art. Dabei sollen die Schneide- und Umformarbeiten durch den Gebrauch von Formölen erleichtert werden. Formöle zeichnen sich deshalb durch ihre Trenn- und Benetzungseigenschaften aus.

Frostschutz:

Heizöladditive können als Frostschutz wirken. Beider Außenlagerung von Heizöltanks ist dies besonders relevant. Ist der Tank nicht ausreichend vor Frost geschützt, kann es zur Bildung von Paraffinkristallen kommen, welche das Öl verfärben. Additive können dies verhindern, indem sie den Grenzwert der Filtrierbarkeit des Öls herabsetzen und zu einer deutlichen Fließverbesserung des Heizöls führen.

G

Getriebeöle:

Kraftfahrzeuge verfügen über Getriebe, um die Kraft oder den Drehmoment zu ändern. Hier beifindet eine Umwandlung statt, bei der starke Kräfte auf die Zahnradflanken wirken, sowie unterschiedlich hohe Gleit- und Wälzgeschwindigkeiten vorliegen. Diese Kräfte können mittels der Verwendung geeigneter Getriebeöle kanalisiert werden. Durch die Schmierung des Zahnrades wird ein Schmierfilm erzeugt, der die Reibung und den Verschließ des Maschinenelements herabsetzt. Aus der komplexen Abstimmung der Schmierstoffe auf das jeweilige Getriebe ergeben sich umfassende Eigenschaften und Fähigkeiten des Getriebeöls.

H

Haftung:

Schmierfette bilden einen Schmierfilm um vor mechanischer Reibung und Verschleiß zu schützen. Dieser Schmierfilm bleibt im Idealfall an den Reibeflächen haften. Durch die relativ hohe Viskosität tropft das Fett nicht von den Schmierstellen und bleibt dort haften.

Heizöle:

Heizöle werden aus schwer entzündbaren Anteilen von Erdöl hergestellt und fungieren als flüssiger Brennstoff. Man differenziert zwischen verschiedenen Sorten von Heizöl. Dabei können Dichtegrade, Asche- und Schwefelanteile voneinander unterschieden werden.

Heizöladditive:

Die Eigenschaften von Heizöl können durch Additive deutlich verbessert werden. Additive sind Zusätze, welche je nach Bedarf, bestimmte Wirkungen erzielen. Additive für Heizöl können als Verbrennungsverbesserer, als Frostschutz oder als Lagerstabilisator eingesetzt werden. Innerhalb dieser Funktionen tragen Heizöladditive zu einer Verringerung der Rußbildung, zur Optimierung der Verbrennung oder der Erhaltung der Fließfähigkeit bei niedrigen Temperaturen bei.

Hydrauliköle:

Die Energie- und Signalübertragung mittels Flüssigkeiten, sogenannten Fluiden, nennt sich Hydraulik. Dabei findet eine kontinuierliche und sehr genaue Übertragung von Kräften statt. Aus diesem Grund werden Hydraulikfluide in vielen Industrien eingesetzt. Hydraulikkomponenten finden sich beispielsweise in der Fördertechnik, Holzbearbeitung, Nahrungsmittel- und Verpackungsindustrie. Hydrauliköleerfüllen sowohl die Aufgabe der Kraftübertragung, als auch die Funktion des Korrosionsschutzes der Werkstoffe. Außerdem sorgen sie für eine Schmierung der Oberflächen und verhindern so deren Abnutzung.

hydrierende Raffination:

Beider Raffination, also der Reinigung von Mineralöl, werden verschiedene Verfahren unterschieden. Bei der hydrierenden Raffination wird durch Anlagerung von Wasserstoff eine Verbesserung der Raffinate erzielt: Durch die Vermischung und Erhitzung mit Wasserstoff in einem Katalysator werden schwefelhaltige Verbindungen in Schwefelwasserstoff überführt. Dieser Schwefelwasserstoff wird in einem nächsten Schritt zusammen von dem übrigen Wasserstoff und dem entschwefelten Produkt getrennt, so dass unterschiedliche Produkte entstehen. Diese Produkte werden im Weiteren noch einmal raffiniert oder weiterverarbeitet.

Hydrocracköle:

Hydrocracköle finden oftmals als mineralisches Basisöl für Schmierstoffe Anwendung. Im Vergleich zu anderen Ölen sind Hydrocracköle thermisch stabiler, verfügen über einen geringeren Aromatengehalt und besitzen günstige Viskosität. Sie werden durch katalytische oder thermische Spaltung von Rohöl hergestellt.

I

Industrieschmierstoffe:

Industrielle Anwendungen stellen hohe Anforderungen an Schmierstoffe. Maschinen in der Industrie sind großen Belastungen, wie erhöhten Temperaturen und schnellen Geschwindigkeiten, ausgesetzt. Dabei ist die Vermeidung von Produktionsstillständen bei gleichzeitiger Höchstleistung ein wichtiges Ziel. Spezielle Industrieschmierstoffe sind u.a.

  • Hydrauliköle,
  • Industrie-Getriebeöle,
  • Bettbahnöle,
  • Luftverdichterschmierstoffe,
  • Turbinenöle,
  • Kältemaschinenöle.

Isolieröle:

Isolieröle sorgen für einen störungsfreien Betrieb von Transformatoren in einem besonders breiten Temperaturspektrum. Dies geschieht durch ihre dielektrischen Eigenschaften sowie eine gute Wärmeleitung bei niedrigen Temperaturen.

K

Kaltreiniger:

Kaltreiniger sind Mittel zur Entfettung und Reinigung von Öl- und Fettverschmutzungen bei Raumtemperatur. Sie enthalten typischerweise organische Lösemittel, wie Kohlenwasserstoffe, Alkohole und Ester. Je nach Einsatzgebiet sollten Kaltreiniger über spezielle Charakteristika verfügen um Verunreinigungen an Motoren, Maschinenteilen, Aggregaten und Werkzeugen gezielt zu entfernen.

In der Luftfahrt helfen Kaltreiniger beispielsweise bei der Oberflächenreinigung von Flugzeug- und Triebwerksteilen, welche häufig typische Verschmutzungen durch Feststoffe, Öle und Fette aufweisen. Auch in der metallverarbeitenden Industrie finden Kaltreiniger häufig Anwendung. Wenn Kaltreiniger eine gute Kriechfähigkeit aufweisen, können auch schwer zugängliche Stellen gereinigt werden.

Kältemaschinenöle:

In Kältemaschinen wird ein thermodynamischer Kreislauf erzeugt mit dem Ziel Temperaturen zu erzeugen, die unterhalb der Umgebungstemperatur liegen. Aufgrund der hohen Temperaturschwankungen innerhalb einer Kältemaschine werden besondere Anforderungen an die Schmiermittel gestellt. Für den industriellen Einsatz bedarf der Kältemittelverdichter einer hohen Lebensdauer. Das Kälteschmiermittel sorgt dabei für eine kontinuierliche und verlässliche Schmierung der beweglichen Teile der Maschine. Je nach Maschinenbauweise und - Charakteristika sind die Kältemaschinenöle spezifisch auszuwählen.

Kettenspray:

Kettensprays werden hauptsächlich für die Schmierung von Motorradketten verwendet. Bei regelmäßiger Schmierung erhöht sich die Lebensdauer der Ketten durch Schutz vor übermäßiger Korrosion und Verschleiß.

Korrosionsschutz:

Korrosion bezeichnet die chemische oder elektrochemische Reaktion von Metalloberflächen mit Stoffen aus deren Umgebung. Dabei kommt es zu Ablagerungen, welche die Oberflächeneigenschaften des Metalls negativ verändern. Zum Schutz vor Korrosion können spezielle Additive verwendet werden, welche sich wie ein Schutzfilm an die Metalloberfläche anlagern und eine Barriere für korrosionsfördernde Stoffe wie Sauerstoff und Wasser bilden.

Kugelfallviskosimeter:

Kugelfallviskosimeter sind Geräte, welche die Viskosität verschiedener Öle bestimmen. Ein Gefäß wie beispielsweise ein Röhrchen oder ein Zylinder wird mit verschiedenen Ölen befüllt. Danach wird die Zeit gemessen, die eine Kugel benötigt, um das eingefüllte Öl zu durchdringen. Das Öl, welches die schnellste Fallgeschwindigkeit der Kugel aufweist, ist am leichtgängigsten und ist umso geeigneter für die Schmierung.

Kühlschmierstoffe:

Kühlschmierstoffe (KSS) können in wassermischbare und nicht wassermischbare Kühlschmierstoffe unterschieden werden. Sie werden vor allem bei Schleifarbeiten, beim Drehen, Bohren oder generell bei Arbeiten mit Werkzeugmaschinen verwendet. Je nach Einsatzgebiet werden unterschiedliche Ansprüche an Kühlschmierstoffe gestellt. Insbesondere sollten sie jedoch durch Schmierung Reibung verhindern und Wärme abführen. Dies fördert die Leistungsfähigkeit von Werkzeugteilen und verhindert übermäßigen Verschleiß und Korrosion. Um speziellere Eigenschaften wie eine erhöhte Haftung hervorrufen zu können, werden Kühlschmierstoffe auch mit Additiven versetzt werden.

L

Lager- und Stabilitätsverbesserer:

Bei der Lagerung von Heizöl kann es zu Bakterienbildung kommen, welche sich als Schlamm am Boden des Tanks anlagern. Dieser Alterungsprozess kann je nach äußeren Bedingungen wie etwa Licht, Wärme und Sauerstoff noch verstärkt werden. Der Alterungsprozess kann aber durch spezielle Additive wie den Dispersanten und Detergentien verlangsamt werden. Als Folge daraus reduziert sich die Schlammbildung und das Heizöl kann länger gelagert werden.

Luftverdichterschmierstoffe:

Bei der Komprimierung von Luft entsteht Druckluft. Druckluft kann wiederum als Energieträger eingesetzt werden. Voraussetzung für die Verwendung von Druckluft ist dessen effiziente Erzeugung. In Prozessen zur Luftverdichtung ist der Einsatz von Luftverdichterölen erfolgskritisch. Durch Ihren Einsatz können Produktionsstillstände reduziert und vermieden werden.

M

Motorenöle:

Motorenöle sind in zahlreichen Varianten erhältlich. Je nach Art des Motors ergeben sich unterschiedliche Ansprüche an das jeweilige Motorenöl. Motoröl wird insbesondere für die Bereiche PKW, LKW und Nutzfahrzeuge sowie für Motorräder unterschieden. Im PKW- und LKW-Bereich ist vor allem die Schmierfähigkeit während des Startens des Motors zu gewährleisten. Für Motorräder und Motorroller gewinnen speziell leistungsfördernde Motorenöle an Bedeutung.

Außerdem können Motorenöle, die mit bestimmten Additiven ausgestattet sind, auch als Reinigungsschutz vor Ablagerungen im Motor fungieren. Wird kein passendes Motoröl verwendet, kann der Motor erheblichen Schaden bis hin zum Totalausfall nehmen.

Metalworking:

Das Metalworking (Metallbearbeitung) befasst sich in den unterschiedlichsten Industriesparten wie etwa dem Fahrzeugbau oder der Elektroindustrie mit der Herstellung und Bearbeitung von metallischen Werkstücken. Dabei entstehen in jedem Anwendungsbereich spezielle Anforderungen an Schmierstoffe. Für das Metalworking relevante Schmierstoffe sind Kühlschmierstoffe, Schneideöle, Elektroerosion, Formöle , Stanzöle, Emulsionen oder Mikroemulsionen.

Mikroemulsion:

Mikroemulsionen sind mit Wasser gemischte Kühlschmieremulsionen, welche aus zwei nicht mischbaren Flüssigkeiten bestehen. Dabei ist eine der Komponenten typischerweise ein spezielles Additiv, welches dem Schmierstoff seine besonderen Eigenschaften verleiht. Durch die Vermengung mit Wasser haben Mikroemulsionen ein durchscheinendes Aussehen, welches das Beobachten von Arbeitsschritten zulässt. Während bei anderen Kühlschmierstoffen für eine gewünschte Leistungssteigerung nur die Gesamtkonzentration erhöht werden kann, reichen bei der Mikroemulsion bereits geringe Konzentrationen aus.

N

Neutralisationszahl:

Die Neutralisationszahl (NZ) gibt an, wieviel Kaliumhydroxid nötig ist, um die in 1g Öl enthaltenen Säuren zu neutralisieren (DIN 51558). Säurehaltige Schmieröle können zu Korrosion führen und sind daher unerwünscht. Steigt der Säuregehalt eines Schmieröls kontinuierlich an, gibt dies einen Hinweis auf Ölalterung. Das entsprechende Öl muss dann in nächster Zeit ausgetauscht werden.

O

Ölbindemittel:

Ölbindemittel sind feste oder flüssige Absorbtionsmittel, welche Substanzen beinhalten, die durch die Eigenschaft ihrer großen Oberfläche Flüssigkeiten durch physikalische Kräfte an sich binden. Ölbindemittel werden zumeist beim Aufsaugen von Chemikalien oder Mineralöl verwendet. Spezielle schwimmfähige Ölbindemittel werden auch zur Beseitigung von Ölen auf Gewässern eingesetzt. Da Ölbinder die jeweiligen Eigenschaften ihrer aufgenommenen Substanzen übernehmen, ist auf eine fachgerechte Entsorgung des gebrauchten Ölbindemittels zu achten.

P

Paraffine:

Paraffine sind langkettige Kohlenwasserstoffmoleküle, welche in Mineralöl vorkommen. Paraffine sind zunächst flüssig und zeigen ein gutes Brennverhalten. Bei niedrigen Temperaturen kann es zur Bildung von Paraffinkristallen kommen, welche das Öl verfärben und seine Fließ- bzw. Filtrierfähigkeit eindämmen. Um das Wachstum von Paraffinkristallen zu verhindern, können dem Öl spezielle Additive zugefügt werden, sogenannte Fließverbesserer. Ansonsten lösen sich einmal gebildete Paraffinkristalle erst wieder bei gleichmäßig steigenden Temperaturen auf.

Pitting:

Pitting bezeichnet Schäden an Walzkörpern und anderen Materialien, welche durch herausgebrochene Teile aus der Oberfläche charakterisiert sind. Ursachen für das Herausbrechen können beispielsweise in einer unzureichenden Schmierung, einer hohen Luftfeuchtigkeit oder Fremdkörpern in Schmierstoffen liegen.

Polyalphaolefine:

Polyalphaolefine gehören zu einer Gruppe von Syntheseölen, welche aus der Polymerisation von Ethylen oder durch petrochemische Prozesse hergestellt werden. Polyalphaolefine sind oftmals Bestandteil von Kühlschmierstoffen und weisen einen hohen Flammpunkt und einen geringen Pourpoint auf. Außerdem zeichnen sich diese Syntheseöle durch ihre hohe Standzeit und Temperaturresistenz aus.

Polyglykole:

Polyglykole (Polyalkylenglykole) zeichnen sich aufgrund ihrer günstigen Eigenschaften besonders als Schmierstoffe aus. Es existieren viele unterschiedliche Arten von Polyglykolen, wobei insbesondere die umweltfreundlichen Polybutylenglykole und Ethylenoxid/Propylenoxid-Mischpolymerisaten zum Einsatz kommen. Polyglykole werden vor allem durch ihre Wasserlöslichkeit, ihr gutes Viskositäts-Temperatur-Verhalten und ihrer guten Alterungsbeständigkeit geschätzt.

Pourpoint:

Der Pourpoint gibt die Temperatur an, bei welcher Öl bei abfallenden Temperaturen fließfähig bleibt bzw. sich noch pumpen lässt.

Pourpoint-Verbesserer:

Pourpoint-Verbesserer optimieren das Fließvermögen von Öl bei kalten Temperaturen. Dies geschieht indem die Moleküle des Pourpoint-Verbesserers kleinste Paraffinkristalle umhüllen und so ihr weiteres Wachstum unterbinden.

R

Raffination:

Bei der Raffination wird Mineralöl gereinigt. Hierbei werden unerwünschte Bestandteile des Rohöls entfernt. Das Raffinieren kann in mehrere Teilschritte unterteilt werden. Ziel ist hierbei immer ein möglichst reines Öl als Endprodukt zu bekommen. Zunächst wird das Rohöl destilliert, entschwefelt und dann in einem letzten Schritt veredelt. Man unterscheidet drei verschiedene Arten der Raffination: Die hydrierende, Säure- und Lösungsmittelraffination, wobei die Säureraffination heutzutage nicht mehr durchgeführt wird.

Reibung:

Reibung tritt auf, wenn sich Oberflächen von festen Körpern aufeinander bewegen. Die Stärke der Reibungskraft ist abhängig von der Belastung, die auf die Körper ausgeübt wird sowie von dessen Oberflächenbeschaffenheit. Sind die Oberflächen eher rau, werden höhere Kräfte benötigt, um die Flächen übereinander gleiten zu lassen. Reibung ist bei technischen Vorgängen wie etwa beim Bremsen erwünscht, innerhalb von Maschinen und Maschinenteilen jedoch unwillkommen. Tritt erhöhte Reibung zwischen zwei Oberflächen innerhalb von Maschinen auf droht Verschleiß und somit Verluste bei der Produktion.

Rotationsviskosimeter:

Mithilfe eines Rotationsviskosimeters kann die dynamische Viskosität einer Flüssigkeit wie beispielsweise Motoröl bestimmt werden. Durch einen Motor wird ein Körper innerhalb einer Flüssigkeit gedreht. Dabei werden sowohl das Drehmoment, als auch die Drehgeschwindigkeit und die Geometrie des verwendeten Drehkörpers gemessen. Als Drehkörper kommen zum Beispiel Zylinder, Platten oder Kugeln zum Einsatz. Je nach Art der zu untersuchenden Flüssigkeiten und Betriebstemperaturen werden unterschiedliche Ausführungen des Verfahrens verwendet. So bedient man sich bei der Untersuchung von Motoröl des Cold-Cranking-Simulaturs, bei tiefen Temperaturen bei der Brookfield-Methode sowie bei hohen Temperaturen bei der Ravenfield-Methode.

Ruß:

Ruß besteht zu einem Großteil aus Kohlenstoff und ist ein Nebenprodukt von Verbrennungsprozessen. Gerade in Ölöfen kann sich bei der Verbrennung Ruß an Wänden und Ventilen des Heizkessels ablagern. Die Folgen sind eine schlechtere Wärmeübertragung sowie verstopfte Leitungen und Ventile. Um die Rußbildung zu unterbinden, können dem Heizöl spezielle Additive beigemischt werden.

S

SAE-Klassen:

Die amerikanische Society of Automotive Engineers (SAE) ist eine Vereinigung unabhängiger Ingenieure, welche Motor- und Getriebeöle für den Kfz-Bereich in Viskositätsklassen einteilt. Das Fließverhalten der Öle wird für tiefe und hohe Temperaturen charakterisiert. Dabei werden Einbereichs- von Mehrbereichsölen unterschieden.

Stanzöle:

Für eine exakte Bearbeitung von Stahlblechen werden Stanzöle verwendet, die komplizierte Stanzprozesse gewährleisten können. Sie werden vorwiegend in der Metallindustrie verwendet und werden in diversen Ausführungen angeboten. Wesentliche Qualitätsmerkmale für Stanzöle sind gute Trenn- und Benetzungseigenschaften, welche für das Stanzen dünner Bleche benötigt werden.

Scherstabilität:

Die Scherstabilität beschreibt die Resistenz eines Mehrbereichsöls gegenüber andauerndem Viskositätsverlust. Scherkräfte kommen beispielsweise in Hydraulikanlagen vor und verändern die Viskositätseigenschaften von Schmierstoffen. Um das Viskositäts-Temperatur-Verhalten eines Schmierstoffs zu verbessern, werden ihnen oftmals spezielle Additive beigefügt. Wenn nun ein Schmierstoff unter hohen Scherkräften dauerhaft seine Viskosität behält, spricht man von einer hohen Scherstabilität.

Schmierfähigkeit:

Die Schmierfähigkeit eines Schmierstoffs kennzeichnet die Tragfähigkeit seines Schmierfilms. Durch eine optimale Tragfähigkeit des Schmierfilms wird die Reibung zwischen zwei Oberflächen auf ein Minimum gesenkt oder sogar verhindert. Die Schmierfähigkeit muss immer auf die vorherrschenden Bedingungen wie beispielsweise den Reibungszustand, die Betriebstemperatur oder die Geschwindigkeit Bezug nehmen.

Schmierfette:

Ebenso wie andere Schmierstoffe verhindert Schmierfett den Kontakt von metallischen Oberflächen an den Reibestellen durch Aufbau eines Schmierfilms. Jedoch besitzt Schmierfett charakteristische Eigenschaften, wodurch es sich von der herkömmlichen Ölschmierung abhebt. Durch seine hohe Viskosität im Vergleich zu Ölen ist der Einsatz von Schmierfett besonders an Schmierstellen empfehlenswert, die sich nur langsam bewegen, selten beansprucht werden oder wo der Öl- Schmierfilm abtropfen kann.

Schmierplan:

Um die Effizienz der Leistung von Maschinen und Anlagen zu gewährleisten, muss eine regelmäßige Wartung erfolgen. Zu diesem Zweck kann ein Schmierplan erstellt werden, der anzeigt welche Schmierstoffe zu gegebener Zeit am richtigen Ort eingesetzt werden sollten. Der Schmierplan gibt Auskunft über nötige Wartungsintervalle und über die spezifischen Anforderungen der verschiedenen Anwendungen.

Schmierung:

Sinn und Zweck der Schmierung besteht in einer Verringerung der Reibung und des Verschleißes zwischen Maschinenteilen. Dies geschieht durch eine Trennung der aneinander reibenden Bestandteile durch die Einbringung eines Schmierstoffs in das Reibsystem.

Schneideöle

Für die anspruchsvolle Bearbeitung von Materialien wie beispielsweise Stahl können Schneideöle verwendet werden. Schneideöle, als eine besondere Form von Kühlschmierstoffen, werden besonders im Bereich der Zerspanung eingesetzt, in der neben der Kühlwirkung vor allem auch die Schmierwirkung im Vordergrund steht. Je nach Anwendungsgebiet werden verschiedene Schneideöle unterschieden. Nichtwassermischbare Schneidöle verhindern Korrosion und verringern die Reibung in Zerspanungsprozessen. Niedrigviskose Öle werden zum Schleifen eingesetzt, während mittelviskose Öle beim Fräsen, Drehen oder Bohren Verwendung finden. Höherviskose Schneideöle dienen der Leistungssteigerung bei besonders komplizierten Zerspanungen

synthetische Kohlenwasserstoffe:

Synthetische Kohlenwasserstoffe fungieren als Basisöl für Schmierstoffe. Die Elemente der synthetischen Kohlenwasserstoffe sind in einer gleichmäßigeren Struktur aufgebaut als natürliche Mineralöle.

T

TBN (Total Base Number):

Die TBN (Total Base Number) oder auch Basenzahl ist ein Indikator für die Alkalität eines Motorenöls. Bei der Verbrennung von Kraftstoff oder Stickoxiden entstehen saure Bestandteile. Ein Motorenöl, dem alkalische Additive hinzugefügt wurden, ist in der Lage diese Verbrennungsrückstände zu neutralisieren. Die Basenzahl eines Motorenöls sinkt kontinuierlich. Sinkt die Basenzahl um 40 % wird ein Ölwechsel fällig, da das Öl nun nicht mehr in der Lage ist weitere saure Rückstände zu beseitigen.

Tribologie:

Die Tribologie befasst sich mit Themen der Schmierung, des Verschleißes und der Reibung. Dabei liegt das besondere Interesse in der Verminderung von Verschleiß und der Reibungsoptimierung, welche zahlreiche Vorteile, wie beispielsweise die Lebensdauer und die Wirtschaftlichkeit von Maschinen und Anlagen zur Folge hat.

Trockenreibung:

Trockenreibung beschreibt das Aufeinandergleiten zweier Oberflächen ohne Zusatz von Schmiermitteln. Durch das schutzlose Aneinanderreiben kann es zu einer hohen Verschleißbildung kommen.

Turbinenöle:

In einer Turbine wird strömende Energie in mechanische Energie und Rotation umgewandelt. Zur Energieerzeugung werden sie in großen Kraftwerken eingesetzt. Damit die Turbinen einen hohen Wirkungsgrad erreichen können, bedarf es optimaler Umweltbedingungen. Einen entscheidenden Beitrag leisten dabei die Turbinenöle, welche erhöhte Belastungen der Turbinen zulassen und im Betrieb schützen. Dies geschieht durch Korrosionsschutz und die Verringerung von Ablagerungen in Turbinenlagern und Ventilen.

V

Vakuumdestillation:

Bei der Destillation von Roh- und Mineralölen unterscheidet man zwischen der atmosphärischen und der Vakuumdestillation. Bei der Vakuumdestillation werden die Rückstände der atmosphärischen Destillation erhitzt und unter einem Vakuum, also bei erniedrigtem Druck, in verschiedene Produkte aufgespalten. Die Vakuumdestillation bietet den Vorteil, dass sie Flüssigkeiten besonders schonend auftrennt. Ein Hauptanwendungsfeld findet man bei der Trennung von Kohlenwasserstoffen in der Erdölraffinerie. Die aus der Vakuumdestillation entstehenden Produkte sind Zylinder-, Spindel- und Neutralöle.

Verbrennungsverbesserer:

Neben Fließ- und Stabilitätsverbesserern können Additive für Heizöl auch als Verbrennungsverbesserer dienen: Wird Heizöl verbrannt, entstehen Rückstände wie beispielsweise Ruß. Additive, die als Verbrennungsverbesserer dienen, vermindern die Rußbildung. Somit können die Verbrennungseigenschaften von Heizöl gesteigert werden.

Verschleiß:

Verschleiß bezeichnet einen andauernden Materialverlust an der Oberfläche eines Werkstoffes. Diese Abnutzung kann vielfältige Ursachen haben. Oftmals wird Verschleiß durch mechanische Ursachen wie etwa einer Kontakt-und Relativbewegung eines festen flüssigen oder gasförmigen Gegenkörpers hervorgerufen (DIN 50320). Der Oberflächenabtrag kommt häufig an Getrieben, Bremsen, Werkzeugen oder Kupplungen vor.

Verschleißschutzadditive:

Um Verschleiß an Oberflächen vorzubeugen, können Schmierstoffe mit speziellen Additiven ausgestattet werden. Diese sorgen dafür, dass eine schützende Schicht auf den Oberflächen gebildet wird, welche die Gleitfähigkeit der Reibungspartner aufrechterhält. Dabei können die Additive die Schutzschicht ständig regenerieren, also dauerhaft vor Verschleiß schützen.

Viskosität:

Viskosität ist das Maß für die Fließfähigkeit eines Öls. Sie stellt eine der wichtigsten physikalischen Eigenschaften von Schmierstoffen dar. Eine hoher Grad an Viskosität bezeichnet ein dickflüssiges Öl, während niedrigviskose Öle dünnflüssig sind.

Sie kann sich bei unterschiedlichen Temperaturen verändern. So wird Öl bei niedrigen Temperaturen für gewöhnlich dicker, bei heißen Temperaturen dünner. Eine gute Fließfähigkeit ist sowohl bei Heizölanlagen, als auch bei Motoren jeglicher Art von großer Bedeutung. Wenn die Fließfähigkeit bei Kälte nicht aufrechterhalten werden kann, können enorme Schäden am Motor oder in der Heizanlage entstehen. Um stets eine schützende Schmierschicht zwischen zwei aufeinanderreibenden Oberflächen zu gewährleisten, werden unterschiedliche Viskositätsgrade während des Betriebes von Maschinen benötigt. So darf das Öl in der Startphase nicht zu dickflüssig, bei Betriebstemperaturen nicht zu dünnflüssig sein. Um die Fließfähigkeit eines Schmierstoffs zu gewährleisten, werden sie mit unterschiedlichen Additiven ausgestattet. (Siehe Fließverhalten)

Viskositäts-Druck-Verhalten:

Die Fließfähigkeiten von Öl können sich je nach Temperatur oder mit dem auf den Schmierfilm ausgeübten Druck verändern. Wenn starker Druck ausgeübt wird steigt die Viskosität von Ölen für gewöhnlich an. Durch die erhöhte Viskosität kann der Schmierfilm an Tragfähigkeit gewinnen.

Viskositätseinheit:

Die Viskosität wird in Pascal X Sekunde gemessen (Pa•s bzw. mPa s). Wird nicht nur die Viskosität angegeben, sondern auch das Verhältnis von Viskosität und der Dichte eines Fluids, so wird von der kinematischen Viskosität gesprochen. Sie wird in m2•s-1 angeben.

Viskositätsindex:

Mit dem Viskositätsindex misst man das Viskositäts-Temperatur-Verhalten von Ölen. Hierzu wird das zu untersuchende Öl jeweils mit einem Öl mit geringer und hoher Temperaturabhängigkeit verglichen. Hängt die Fließfähigkeit bzw. die Viskosität stark von der Temperatur ab, so erhält das Öl einen Viskositätsindex von 0. Wenn die Temperaturabhängigkeit sehr gering ist, wird ein Wert von 100 vergeben.

Viskositätsmessung:

Zur Ermittlung der Viskosität werden Viskosimeter verwendet. Es gibt unterschiedliche Ausführungen dieser Messgeräte. Am häufigsten werden Kapillar-, Kugelfall-, und Rotationsviskosimeter verwendet.

Viskositäts-Temperatur-Verhalten:

Mit steigender oder sinkender Temperatur verändert sich die Viskosität von Schmierstoffen. Steigt die Temperatur an, so nimmt die Viskosität ab, während bei abnehmender Temperatur die Viskosität zunimmt. Oftmals ist ein Schmierstoff besonders geeignet, wenn es seine Viskosität bei schwankenden Temperaturen kaum verändert. Das Viskositäts-Temperatur-Verhalten wird durch den Viskositätsindex gemessen.

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Zweitakt-Motorenöle:

Während des Betriebs von Zweitakt-Motoren werden große Mengen des Motoröls mit verbrannt. Da gängiges Motorenöl eher dickflüssig ist, eignet es sich nicht für den Gebrauch in Zweitakt-Motoren, da es kaum verbrennen würde. Zweitakt-Motorenöl wird mit Zugabe von Benzin zu einem Zweitaktgemisch und sollte beim Betrieb des Motors vollständig verbrennen. Man unterscheidet bei der Zuführung von Zweitakt- Motorenöl in den Zweitakt-Motor zwischen einer Mischungsschmierung und einer Getrenntschmierung. Bei der Mischungsschmierung wird das Motoröl schon im Tank in einem bestimmten Verhältnis mit Kraftstoff vermischt. Bei der Getrenntschmierung erfolgt die Zuführung des Motoröls aus einem separaten Öltank, der über eine Pumpe mit dem Kraftstofftank verbunden ist und erst während des Betriebes beigemischt wird.

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